Die Macht der Gedanken! – Der Zusammenhang zwischen Denken und Körpergefühl

Wer kennt es nicht, unser Nacken verspannt sich oder es grummelt in unserem Bauch. Vielleicht haben wir ein Druckgefühl in unserem Kopf oder unsere Kiefermuskulatur spannt sich unwillkürlich an. Woher kommt das nur?

 

Was wir Denken…

Was wir denken wirkt sich unmittelbar auf unseren Körper aus. Dies ist für viele meiner Patienten und Patientinnen eine neue Erkenntnis. Gerne mache ich dann hierzu eine kleine Übung, die den Zusammenhang zwischen Gedanken und Körpergefühl verdeutlicht. Den Link zu dieser Übung habe ich unten im Blog Beitrag angegeben.
Eine junge Frau kam vor Kurzem in meine Praxis und klagte über diverse körperliche Beschwerden. Es lagen keine körperlichen Erkrankungen vor. In der Vergangenheit hatte sie einmal eine psychische Diagnose erhalten, die mittlerweile nicht mehr bestand. In ihrer Wahrnehmung war sie aber immer noch „krank“ und bei jedem Gefühl von Anspannung und Stress, verknüpfte sie dies mit ihrer alten Diagnose. Ich fragte sie welcher Satz in solchen Momenten in ihr auftauchte. Sie sagte es sei der Satz: “ Da ist es wieder, ich bin psychisch krank!“ Dann bat ich sie einen Satz zu formulieren, wie sie ihren Gesundheitszustand zur Zeit tatsächlich empfand. Die Patientin antwortete: „Ich bin gesund, ich brauche nur etwas Ruhe.“
Anschließend machten wir zusammen die unten beschriebene Übung. Bei dem ersten Satz hatte sie einen starken Kopfschmerz und einen Druck auf der Brust. Bei dem zweiten Satz öffnete sich das Druckgefühl und ihr Körper fühlte sich viel freier an.

 

Wir haben Einfluss darauf was wir denken

Das Fazit für sie war, dass sie sich bewusst machen konnte, was sie dachte und dann ihre Gedanken veränderte. Auch der Zusammenhang ihrer körperlichen Beschwerden zu ihren Gedanken wurde deutlich. Sie fühlte sich dem nicht mehr so ausgeliefert, sondern konnte Einfluss nehmen. Welche Kraft unser Bewusstsein hat, ist uns manchmal gar nicht klar.
Physiologisch ist unser Körper darauf ausgerichtet, Gefahren zu erkennen. Wenn wir nun Gedanken haben wie „Das schaffe ich nicht“ oder „Mir wird alles zu viel“, reagiert der Körper mit Verspannungen oder anderen Zeichen des Unwohlseins. Er will uns signalisieren, dass etwas nicht stimmt. Denn die Emotion, die auf solche Gedanken folgt, ist meist Angst. Es ist keine reale Angst, also kein Tiger der uns angreifen will aber eine emotionale Angst. Für unseren Körper gibt es da keinen Unterschied und er reagiert mit Alarmzeichen, weil er uns schützen will.

 

Die Bedürfnisse hinter den Gedanken erkennen

Haben wir die negativen Gedanken erst einmal identifiziert, können wir sie durch Positive ersetzen. Das ist auch gut so, reicht aber manchmal nicht. Denn wenn der Gedanke „Mir wird alles zu viel“ öfters auftaucht, kann das ein Zeichen von Überforderung sein. Dann gilt es herauszufinden ob ein Bedürfnis dahinter liegt. Vielleicht wünschen wir uns Entlastung oder es ist an der Zeit unsere ganzen Aufgaben dahingehend zu überdenken, ob sie noch unserem Lebensziel entsprechen. Möglicherweise ist dies auch ein altes Gefühl aus der Kindheit, welchem wir mit der „inneren Kind Arbeit“ nachspüren können.

Veränderung ist also möglich!

Und nun probiert es selbst einmal aus mit meiner kleinen Übung. Schöne Erkenntnisse für Euch!

Der Link zur Körperübung:

https://us06web.zoom.us/clips/share/A2F3MRZ3MS1yNlhzU1QwR1JJcnR5YTVubFlnAQ